Paula Leupold holt EM-Bronze in der U23

Starker Auftritt des TV Burglengenfeld bei den Europameisterschaften im spanischen Banyoles: Die Multisportlerinnen und Multisportler des Vereins überzeugten bei großer Hitze mit Spitzenleistungen auf internationaler Bühne. Paula Leupold gewann im Profifeld der U23 Bronze, Michi Fuchs verpasste hier als Vierter das Podium nur knapp. Auf der Mitteldistanz setzte Justine Jendro ein Ausrufezeichen und sicherte sich den Gesamtsieg bei den Amateurinnen. Trainer Thomas Kerner war begeistert von den Ergebnissen, ebenso wie Multisportcoach Franz Pretzl.

Bei der Crosstriathlon-Europameisterschaft stellten sich Paula Leupold und Michi Fuchs der starken Konkurrenz im Elitefeld und in der U23-Wertung. Zu bewältigen waren 1000 Meter Schwimmen, 18,8 Kilometer auf dem Mountainbike mit rund 350 Höhenmetern sowie ein 6,6 Kilometer langer Trailrun. Der Start um 16 Uhr wurde bei rund 35 Grad Lufttemperatur zur Hitzeschlacht.

Schon beim Schwimmen im 29 Grad warmen Wasser waren die Bedingungen extrem. Paula Leupold kam damit gut zurecht und hielt sich zunächst in einer Vierergruppe. Auf dem Mountainbike, ihrer stärksten Disziplin, arbeitete sie sich anschließend kontinuierlich nach vorne. Ein Sprung in den Bach bei einer Bachdurchquerung brachte ihr sichtlich  Abkühlung und  half ihr frisch und kraftvoll in die Pedale zu treten. Bis zum zweiten Wechsel fuhr Leupold so an die Spitze des U23-Feldes heran, wo die ersten vier Athletinnen sehr eng beieinander lagen. Auf der abschließenden Laufstrecke musste sie leider zwei Konkurrentinnen ziehen lassen, kämpfte aber weiter entschlossen um jede Sekunde und kühlte sich an den Verpflegungsstellen immer wieder mit Wasser. Als Dritte der U23-Wertung und Achte im Elitefeld lief Paula Leupold schließlich mit einem strahlenden Lächeln ins Ziel. Mit EM-Bronze zeigte sie eindrucksvoll, dass sie auch unter schwierigsten Bedingungen zur europäischen Spitze gehört.

Michi Fuchs überzeugt im Elitefeld

Das  Profifeld bei Michi Fuchs war noch etwas stärker, was er schon beim Schwimmen bemerkte, da mehrere leistungsstarke spanische Straßentriahleten am Start waren. Fuchs blieb etwas hinter seinen eigenen Erwartungen zurück, ordnete seine Leistung aber realistisch ein. Da auch Seriensieger Arthur Forissier direkt hinter ihm aus dem Wasser kam, bewegte er sich in diesem Feld im Rahmen seiner aktuellen Möglichkeiten. Auf dem Mountainbike zeigte der Athlet des TV Burglengenfeld ebenfalls seine Stärke. In einer Gruppe mit dem Franzosen Serrières arbeitete er viel von vorne, setzte Attacken und konnte das Feld verkleinern. Vor der letzten Abfahrt verlor er jedoch den optimalen Anschluss. Mit der sechstbesten Radzeit im Gesamtfeld und der zweitbesten Zeit der U23 war er  sehr zufrieden.  Beim abschließenden Lauf machte sich die Hitze deutlich bemerkbar, doch Fuchs brachte das Rennen mit viel Kühlung kontrolliert zu Ende. Am Ende erreichte Michi Fuchs Rang den undankbaren vierten Platz in der U23-Wertung und Platz elf im Elitefeld. Das verpasste Podium war zunächst bitter, doch sein Auftritt zeigte klar: Auch international ist er konkurrenzfähig.

Justine Jendro wird Gesamtsiegerin auf der Mitteldistanz

Auch Justine Jendro glänzte bei der Europameisterschaft in Banyoles auf der Mitteldistanz über 1.9 km Schwimmen, 83 km Radfahren und wegen Hitze auf 14 km verkürzte Halbmarathondistanz. Beim Schwimmen im 29,4 Grad warmen Wasser verlor sie kurz die Orientierung, blieb aber ruhig und setzte anschließend auf ihre Stärke auf dem Rad. Trotz einer kurzfristig geänderten, etwas flacheren Strecke und der Anreise mit dem Rennrad statt dem Triathlonrad dominierte sie die 83 Kilometer mit rund 1000 Höhenmetern. Mit einem Schnitt von 34,6 km/h war sie rund 20 Minuten schneller als die gesamte Frauenkonkurrenz .  Auf der Laufstrecke mobilisierte Jendro bei 35 Grad noch einmal alle Kräfte und lief das Siegerband hochhebend freudig ins Ziel. Mit diesem grandiosen Erfolg hatte sie nicht gerechnet Europameisterin und dazu noch schnellste Dame aller Amateurinnen.  Im gesamten Frauenfeld inklusive der Elitefrauen belegte sie dazu noch den stolzen siebten Rang.